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17.01.2014: Jahresbericht von Doris Seitz

 Familien- und Bürgertreff Traube Spielberg e.V.

 Jahresbericht 2013

  

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Mitglieder,

ich eröffne die Jahreshauptversammlung 2014 und begrüße Sie alle recht herzlich.

Gemäß § 9 unserer Satzung wurde frist- und formgerecht einberufen, die Versammlung ist beschlussfähig. Anträge zur Tagesordnung wurden nicht eingereicht.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2013 kam das Traube-Team zu 5 Sitzungen zusammen, der geschäftsführende Vorstand traf sich zu 3 weiteren Sitzungen.

 

Unsere heutige Tagesordnung wurde Ihnen mit der Einladung bekannt gegeben und sieht folgende Punkte vor:

TOP 1   Begrüßung

TOP 2   Jahresbericht der 1. Vorsitzenden

TOP 3   Bericht des Kassiers

TOP 4   Bericht der Kassenprüfer

TOP 5   Entlastung der Vorstandschaft

TOP 6   Behandlung evt. Anträge

TOP 7   Neuwahlen

TOP 8   Verschiedenes

Der Familien- und Bürgertreff Traube wurde auch im vergangenen Jahr gut besucht und zu einer beliebten Begegnungsstätte für Jung und Alt, Kinder, Jugendliche und Erwachsene,  für Familien und Alleinerziehende, Senioren, Menschen mit Behinderungen und ausländische Mitbürger.

Engagierte Mitbürger erhielten wie in den Vorjahren die Möglichkeit, Ideen, Fähigkeiten und  Erfahrungen einzubringen, andererseits wurden Wünsche und Bedürfnisse aus der Bevölkerung aufgegriffen und, soweit möglich, umgesetzt. So entwickelte sich unser Veranstaltungskalender zu einem generationenübergreifenden bunten Mix, wo jeder etwas finden und auch einbringen konnte. Bewährtes wurde weitergeführt, durch professionelle Angebote ergänzt und auch Neues erprobt.

2013 wurde somit zu einem ausgewogenen und vielseitigen Veranstaltungsjahr in unserer jungen Vereinsgeschichte.

Zum besseren Verständnis werde ich die Arbeit in verschiedene Kategorien aufteilen und darstellen:

Für Eltern und Familien:

Die Stärkung der Erziehungsfähigkeit der Eltern war seit Beginn unserer Aktivitäten ein wichtiges Anliegen. Junge Familien haben mittlerweile hier im Hause einen Ort der Begegnung und des Austausches gefunden.

Beliebt und bewährt haben sich:

Mutter-Vater-Kind Gruppen  – für Säuglinge und Kleinkinder bis zum 2.LJ., ein kostenfreies Angebot der Abt. „Frühe Hilfen“ des Landratsamtes Karlsruhe mit Dipl. Päd. Julia Fey und weiteren Referentinnen  ( 14-tägig)

Vortrags- und Gesprächsreihe  – „Mit Eltern im Gespräch“:

Einmal monatlich wurden im 1. Halbjahr folgende Themen behandelt:

1. Wahrnehmung als Grundlage des Lernens

2. Typisch Jungs

3. Erste Hilfe am Kind –  ein Kursangebot des DRK für Eltern, Großeltern, Erzieher, Lehrer –

4. Konzentration und Aufmerksamkeit

5. Wege aus der Brüllfalle

6. Dyskalkulie

7. Väter erziehen anders

8. Jungs vom Ichling zum Teamplayer  für 8-10 Jährige

Die Vortrags- und Gesprächsabende waren mit 15-25 Personen pro Veranstaltung gut besucht, erfreulicherweise auch mit einem hohen Anteil an Vätern und sofern die Betreuung der Kinder sichergestellt war, zusehends auch von Paaren.

Außerdem haben sich 2 Elternstammtische etabliert.

Kreativwerkstatt für Kinder

Figurentheater Himmelreicher, Karlsbad mit „Mein Freund der Kapitän“

3-teiliger Kindermalkurs in den Faschingsferien

Malen für die Mama (zum Muttertag)

Malen und Gestalten im Herbst

Mitarbeit beim Karlsbader Ferienspaß (Filzen an 3 Tagen mit Annette Niebel-Müller)

Figurentheater Himmelreicher, Karlsbad mit den „Bremer Stadtmusikanten“

Adventsbasteln

Kerzenziehen

 

Offener Treff für alle Generationen:

Sonntagscafe mit wechselndem Beiprogramm

Internet-Cafe

DRK – Kurs für Erwachsene

VDK – Vortrag: „Was ist der VDK – was macht er?“

EAN –  Veranstaltungen: Mundart-Lesung mit Wolfgang Müller –

MundArt-Oldies mit dRock-Säck

Vortrag: Banken-Schulden-Eurokrise, S. Schmidt, attac

Volksbank  Ettlingen eG:

„Müssen Rentner Steuern zahlen?“ und

„Vorsorgevollmacht – Betreuungsverfügung – Patientenverfügung“

 2 Workshops „ Flechten mit Weide“ (Gabi Schreiber)

Mal- und Zeichenkurs für Erwachsene in Kooperation mit der Kunst- und Musikschule

Stricken mit Elisabeth Schüssler

Spieleabend mit Manfred Mangler

Clown- Workshop mit Jutta Scherrer

2 Workshops Jeux Dramatique – eine geführte Methode des Theaterspielens für jedermann-   mit Monika Merz

Badisch-Elsässischer Freundschaftsnachmittag „Unseri Wurzle“ 

mit dem elsässischen Liedermacher und Chansonier  Robert Frank Jacobi

Zum Auftakt der Veranstaltung waren alle Besucher zu Kaffee und Gugelhupf in der fein gedeckten Stube eingeladen.

Robert Frank Jacobi  begeisterte über 80 Personen aus nah und fern mit einem ausgewogenen Chanson-Programm und seinem zart melodischen Gitarrenspiel, einfühlsam von Anita Pirman-Lorin auf dem Akkordeon begleitet. Nachdenklich und tiefgründig, aber auch heiter und mitunter mit kräftigem elsässischen Humor gewürzt waren Texte und Geschichten aus Kindheit und Familie, der Liebe zur Heimat, den menschlichen Sehnsüchten, Schwächen und Ängsten. Lebenswahrheiten und Weisheiten, die diesseits und jenseits des Rheins das Leben gleichermaßen auszeichnen. Ein unvergesslicher Nachmittag der zu Herzen, ja zu unseren Wurzeln ging.

Elfriede Werthan aus Graz – langjährige Familienfreundin der Arztfamilien Dr.Bayerl –

Dr. Mund hat während ihres Aufenthaltes in Spielberg uns mit einer Lesung zum Frühlingsanfang erfreut. Als Autorin erfolgreicher Heilkräuterbücher beeindruckte sie die Besucher mit lyrischen Erzählungen, umfassendem Wissen und Erfahrungen zum Thema:

Mit der Heilkraft der Natur. Ein besonderer Abend in wunderschöner Atmosphäre.

Nach einem langen Winter mit viel Schnee und Regen waren im April die Skysingers zu Gast in der Traube. Unter dem Motto: Lust auf Frühling? – die Skysingers singen die Sonne herbei – begeisterten sie die Besucher. Bei dieser Veranstaltung wurde Herrn Dufner, Vorstand der Karl und Hilde Holzschuhstiftung für die finanzielle Unterstützung gedankt und die durch die Spende erworbene Musikanlage offiziell eingeweiht.

Helmut Müller holte die Plakatausstellung  „Vorsicht Kunst – Schöne Aussichten“ von Klaus Staeck in die Traube und zu „150 Jahre SPD“ referierte Frau Dr. Hoffend aus Karlsruhe.

Zum Dorffest am 08.und 09.06. waren wir an beiden Tagen sehr gefordert. Im Traube-Cafe  gab es Kaffee- und Kuchenspezialitäten, den anwesenden Kuchenbäckerinnen und Helferinnen sei, stellvertretend für alle anderen, die uns unterstützt haben, nochmals herzlich gedankt.

Im Saal präsentierte der AK Heimatforschung die Ausstellung „Von Spielberg nach Brasilien“,  anschließend war eine Wanderausstellung der badisch-südbrasilianischen Gesellschaft e.V.  „ Badische Auswanderung nach Brasilien“ zu sehen.

Im Gewölbekeller gastierten während des Dorffestes die Skysingers – ihr Beitrag:

Flower Power – blumige Getränke,  serviert von den Skysingers.

Unmittelbar nach dem Dorffest begannen dann die großen Sanierungs- und Baumaßnahmen in der Birkenstraße, die sich immer dramatischer gestalteten. Die Straße wurde gesperrt, es gab keine Parkmöglichkeiten mehr, und recht bald hatten wir keine Straße und keinen Gehweg mehr, sondern nur noch tiefe Fallgruben. Phasenweise gab es im Haus kein Wasser, keinen Strom, es wurden Leitungen und Rohre verlegt und der schön angelegte und gepflegte Garten wurde zur Bauwagen- und Materialdeponie.

Aus Sicherheitsgründen sah ich mich daher veranlasst, im Herbst-Winterprogramm 2013 alle größeren Veranstaltungen abzusagen und zu vertagen. So wurde nach den Sommerferien nur ein Miniprogramm durchgeführt. Selbst der neue Gehsteig, der dann am 10.11.nach einer Bauphase von 5 Monaten fertig gestellt wurde, ist gewöhnungsbedürftig und entwickelte sich  zur Stolperfalle, so dass für eine Besucherin ärztliche Hilfe und eine klinische Behandlung erforderlich wurde.

Im Herbst waren zu Gast in der Traube:

–  der Musikverein, um anhand eines Filmes und einer Diashow nochmals seine Traktorparade Revue passieren zu lassen

–   die Skysingers, um einen Film über das vorangegangene Jubiläum des Gesangsvereins zu betrachten

–   eine Gruppe zum gemeinsamen Singen, begleitet auf der Gitarre von Herrn Krennrich,

 

Für einen sehr informativen, lebendigen und gut besuchten  Vortrag konnte ich im November Herrn Prof. Diehm, den prominentesten Mitbürger von Spielberg, gewinnen.

Sein Thema lautete: „Der Mensch ist so alt wie seine Gefäße“.

 

Unter dem Motto „Unser Beitrag für ein kinder- und familienfreundliches Spielberg“ fand nochmals ein Kurs „Malen und Gestalten im Herbst“ mit Anica Waldenmeier und eine Einladung zu den „Bremer Stadtmusikanten“ mit dem Figurentheater Himmelreicher statt.

Damit die Vorweihnachtszeit nicht den Sinn verliert und in Stress ausartet, haben wir im Dezember ein Entschleunigungsprogramm angeboten:

ein Adventsbasteln für Kinder von 5-10 Jahren, damit Eltern die Weihnachtswünsche ihrer Kinder in Ruhe erfüllen können.

Zum 2. Advent wurde von jungen Frauen aus der Gemeinde in der Traube ein Fenster geschmückt und in den Abendstunden bei gemeinsamen Liedern und einer Geschichte mit den Besuchern, vor allem Familien mit Kindern, der 2. Advent begrüßt.

Gabi Schreiber danken wir für den Weihnachtsschmuck, mit dem sie auch in diesem Jahr die Fenster des Gebäudes wieder festlich gestaltet hat.

Mit dem Spielberger Advent am 21.12. 2013 wurde dann auf die bevorstehenden Weihnachtstage vollends eingestimmt. In der Traube fand wie in den zurückliegenden Jahren das schon traditionelle Kerzenziehen mit den Eheleuten Buck statt.

Elisabeth Schüssler bot Selbstgestricktes zu Gunsten der Traube an, es gab einen Maltisch für Kinder, und Bewohner des Hauses Spielberg präsentierten kunsthandwerkliche Geschenke.

Mit Einbruch der Dunkelheit erfreute dann wie in all den Jahren der Musikverein mit seinem Programm die Besucher auf dem Rathaus-Platz.

 

Die Ihnen vorgestellte inhaltliche Arbeit des Jahres 2013 wurde in 337 Stunden geleistet, das entspricht 40-45 Veranstaltungsstunden pro Monat in der ersten Jahreshälfte und 20 Stunden monatlich von September – Dezember bei gekürzten Programm.

Abzüglich der Ferienwochen besuchten in 9 Monaten 2273 Personen unsere Veranstaltungen.

 

Und nun noch einige Anmerkungen zum Haus:

Rechtzeitig vor dem Dorffest musste der Gewölbekeller geräumt und frisch getüncht werden. Nachdem nach der Bauphase der Zugang zum Haus wieder möglich war, wurde im großen Keller ein Teilbereich mit einer Bodenplatte versehen. So kann nun endlich der uns zugedachte Brennofen transportiert und gestellt werden. Frau Schlifkowitz plant, ab Herbst Töpferkurse anzubieten.

Aus Restbeständen unseres reichhaltigen Bücherflohmarktes haben wir im Haus drei Büchertauschregale aufgestellt. Es werden immer wieder Bücher geschenkt, geliehen oder für einen geringen Beitrag günstig erworben.

Im Saal wurde zur Sicherheit ein neues Podest im Eingangsbereich konstruiert und angefertigt und ein strapazierfähiger Bodenbelag verlegt, beides kostenlos von Mitbürgern.

Nach mehreren Verhandlungen mit der Gemeinde Karlsbad wurde im Rahmen der Sanierungs- und Baumaßnahmen ein Gasanschluss gelegt; es besteht also Hoffnung, nun auch eine Lösung für eine bessere Heizung zu finden.

Für alle Arbeiten im und am Haus, der Überwachung und Kontrolle und dem mühsamen und zeitaufwändigen Heizen gebührt Jürgen Kern und Manfred Mangler Dank.

Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass bei einer insgesamt positiven Gesamtentwicklung des Familien- und Bürgertreffs Traube es teilweise auch weiterhin Gegenwind von Einzelpersonen, Gruppierungen und aus politischen Kreisen gibt und die Zusammenarbeit mit der Presse auch nach wie vor nicht erfreulich ist.

 

Eine erste und öffentliche Würdigung unserer Arbeit hat erfreulicherweise die Holzschuhstiftung im September 2013 getätigt und bei einer zweckbestimmten Spendenübergabe zum Ausdruck gebracht, dass „ die Stiftung die Aktivitäten der Traube Spielberg verfolgt und den gesellschaftlichen Wert der Initiative erkannt hat. Inzwischen wurde ein attraktives Familienzentrum aufgebaut, das auch als Vorbild für andere Ortsteile dienen kann. Es gelingt, die Bevölkerung mit einzubinden und verschiedene Interessen zu vernetzen“

 

Danken möchte ich auch dem Landratsamt Karlsruhe für die finanzielle Unterstützung und den fachlichen Austausch bei den Treffen der Familienzentren im Landkreis Karlsruhe.

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr 2013 haben wir vor wenigen Tagen verabschiedet, heute Abend werde ich nach 4 Jahren intensiver Aufbau- und Basisarbeit es ebenfalls tun.

Das Haus ist gut bestellt, es liegt ein klares Konzept und eine gute finanzielle Grundlage vor.

Ich danke allen, die dazu beigetragen haben.

Es macht Sinn und Freude, sich zu engagieren und einen Beitrag zu mehr Mitmenschlichkeit zu leisten.

Dazu möchte ich ermutigen.

Alles Gute für Sie und den Familien- und Bürgertreff TRAUBE.

Karlsbad-Spielberg, 17.01. 2014

Doris Seitz