Apfelsaft – selbst gemacht

Am Freitag, dem 02. Oktober 2015 konnten wir bei herrlichem Wetter mit der 4. Klasse der Grundschule Spielberg mit den Lehrerinnen Frau Obermann und  Frau Nießner starten. Drei Fahrzeuge, ein Planwagen mit zwei Pferden sowie zwei Traktoren mit Wagen standen bereit.apfelsaft39

Nach einer kurzen Vorabinformation im Klassenzimmer kamen 24 fröhliche Schulkinder mit den Lehrkräften zu den Fahrzeugen. Ohne viele Worte gingen drei Gruppen zu den bereitstehenden Wagen. Mit dem Tempo der Pferde steuerten wir die Obstwiese von Frau Elisabeth Schüßler im Gewann Hamberg an. Nach einer kurzen Einweisung, wie schütteln wir die Äpfel mit dem Haken vom Baum, welche Äpfel lesen die Jungs und Mädchen in den Korb (kein faules Obst), begann das Zusammenlesen, Zusammentragen des Obstes. Alle hatten ihren Spaß, u.a. auch beim Umfüllen in den Sack.

Nach dem Füllen von mehreren Säcken, drei Apfelbäume wurden erleichtert, ging es zu einem weiteren großen Apfelbaum auf einem Ackergelände. Von Frau Inge Rau wurde das Abernten des Baumes angeboten. Die Schulkinder tauschten für diese Weiterfahrt die Fahrzeuge. Jeder sollte, durfte mit dem Planwagen von Heinz Lumpp mitfahren. Bei dem großen Apfelbaum kamen die Kräfte zum Schütteln so richtig zur Geltung. Das Auflesen des Obstes war hier etwas schwieriger, da der Untergrund ein gepflügter Acker war. Ohne große Pause waren weitere Säcke gefüllt.

Rüdiger Höfel gab dann die Weisung, Abfahrt in Richtung Obstkelter vom Ehepaar Irmela und Hermann Hauser. Dort angekommen, wartete eine kleine Überraschung auf die Teilnehmer: Jens Haffner, von der Bäckerei in der Dobelstraße, spendete einen großen Korb mit Brezeln. Er ließ es sich nicht nehmen, die Brezeln persönlich vorbeizubringen.

Nach der Stärkung, etwas abseits des Kelterbetriebes, kam das Ereignis „Saft gewinnen“ zur Ansage. Die gesammelten Äpfel wurden dem Mahlwerk zugeführt. An der Wanne zum Abfüllen des Mahlgutes stand Jasmin Mederus, gut mit einem Schurz gekleidet, bereit. Zusammen mit dem Chef der Presse, Herrn Hauser, wurden die gemahlenen Äpfel in die Presstücher verfüllt und durch ein „Holzbrett“ getrennt gestapelt.

Etwas mehr als eine Presse ergab das gesammelte Obst. Nach einem Tausch der Wannen wurde die Presse aktiviert. Der Saft floss reichlich, so dass aus dem Auffangzuber schnell abgepumpt werden musste. Jeder durfte pumpen. Am Schluss war mehr Saft verfügbar, als das bereitstehende 100 Liter Fass aufnehmen konnte.

apfelsaft46Zur Abwechslung der Kinder stellte Rüdiger Höfel noch eine Handpresse zur Verfügung. Martin Hauser, dafür gekleidet mit Schurz und Handschuhen, bestückte die kleine Presse und drehte die Spindel, bis auch hier reichlich Apfelsaft floss. Ganz schnell waren die Viertklässler mit einem Becher bewaffnet, um das köstliche Nass zu kosten. Oh, der Saft schmeckt ja besser als der Apfelsaft aus der Flasche, war so ein Kommentar.

Nach dem Abfüllen der mitgebrachten Gefäße (Flaschen) und dem weiteren Verteilen des Saftes konnten die Viertklässler gegen 11:45 Uhr wieder zurück in die Schule gehen (laufen).

An dieser Stelle danke an alle Helfer, die Spender des Obstes, der Brezeln und der Familie Hauser für die Ermöglichung dieses Angebotes. Frau Jasmin Mederus gilt ein besonderer Dank für die gesamte Organisation.